Aus der Literatur des Grauens

... Mit ausdrucksstarker Mimik und Gestik erweckte Streng die Mächte des Grauens, ließ die Naturgewalten blitzen und donnern, hauchte den Schattengestalten der Totenreiche rosige Wangen ein. Strengs Literaturauswahl ließ eine ganze Palette an Empfindungsmöglichkeiten zu ...

Wie er wolle geküsset sein                                                                                                                                                                                   Zum Höhepunkt werden "durchbohrende Sensationen" aufgetischt ... Am Piano improvisiert Stefan Lang zurückhaltend und ganz den Texten den Vorrang einräumend, während Rainer Streng mit sparsamen Gesten, eindeutigen Blicken und bebenden Lippen den "Kampfplatz der Laken" beschreibt ... 

Lyrik zum Lachen

... Mit einer ausgefeilten und disziplinierten, ganz dem beabsichtigten Effekt hingegebenen Vortragsweise schafft er den Texten eine neue, eine dritte Dimension. Er spielt sie gleichsam, öffnet ihnen den Raum, wenn er sich beim Schlittschuh laufenden "Seufzer" wiegt oder sich übers Lesepult kauert und ohne Stimmzittern von der vom "Gotenkönig Theobald" aufgezogenen, uralten Schildkröte erzählt. Auch die Mimik Strengs spricht in dieser Matinee Bände ...

Der Garten und sein Mensch

Auf der Bühne liest ein gewisser Rainer Streng aus Forchheim Garten-Gedichte und Geschichten von Hesse, Busch, Ringelnatz und Morgenstern. Da schleichen Ehefrauen mit Schaufeln durch die Beete, um (...) ihre Gatten zu meucheln. Heine macht sich Gedanken über Frauenbärte, und rachsüchtige Blumen beherrschen das Beet.  (...) Auf der Spielwiese der Literatur hat Rainer Streng nicht nur heitere Texte über verrückte Kakteen ausgeheckt, sondern auch manch Schneckisches aufgelesen.